Regionale Nachrichten

Regionale Neuigkeiten aus dem Erzgebirge.

ERZ Nachrichten

Neuer Wanderparkplatz für Silberberg
eingestellt am 14.08.2022 um 10:00 Uhr von SvS unter Sonstiges

BERMSGRÜN: Wer den Rundwanderweg "W@nderbarer Silberberg" einmal komplett laufen möchte, ist rund 28 Stunden unterwegs. 97,6 Kilometer umfasst die Strecke, mit der alle beteiligten Kommunen des Städtebundes Silberberg verbunden werden. Am 10. August ist ein Rast- und Wanderparkplatz als neue Station hinzugekommen. Zu finden im Schwarzenberger Ortsteil Bermsgrün an der Gemeindestraße. "Quallerberg" wurde er genannt. Für rund 160.000 Euro, davon 100.000 Euro aus Leader-Fördermitteln, entstand hier zwischen Mai und August dieses Jahres ein erholsames Areal mit Parkplätzen, einer Grillstation, Sitzgelegenheiten und Trimm-Dich-Möglichkeiten von Klimmzugstangen bis Tischtennisplatte. Zwar gäbe es den Platz schon lange, doch nun ist er auch schön anzusehen, freut man sich in Bermsgrün. Neu entstanden sind auch zwei Hinweistafeln, die von den Bürgermeistern der Silberberg-Kommunen enthüllt wurden. Sie zeigen nicht nur den Rundwanderweg selbst, sondern auch zahlreiche Informationen zum Umfeld. Auf einer ist auch Ehrenbürger Harry Schmidt verewigt worden. Komplettiert wird die Beschilderung mit einigen QR-Codes, die zu digitalen Informationen zu den Standorten führen. Denn der "W@nderbare Silberberg" trägt das "@" nicht umsonst im Namen. Und noch mehr Digitales kommt vom Tourismusverband: "Die digitale Wandernadel gibt es schon im Erzgebirge. Sie gab es bislang nur auf dem Kammweg, unserem Qualitätswanderweg. Da haben wir uns gedacht, das bietet sich ja perfekt an beim wanderbaren Silberberg, die installieren wir hier auch. Das ist eine Art digitales Tourenbuch, wo man seine Highlights festhalten kann. Den gesamten Weg haben wir in acht einzelne Etappen eingeteilt und je Etappe vier bis fünf digitale Check-In-Stellen. Insgesamt sind es auf dem Weg 34 verschiedene Stellen, die ein besonderes Interesse haben.", sagte Anni Borrmann vom Tourismusverband Erzgebirge und ergänzt: "Man muss sich die App herunterladen aufs Handy, aktiviert sein GPS und wenn man vor Ort ist, wird man automatisch eingeloggt. Wenn man gleichzeitig das Internet an hat, geht aber auch offline, kann man ein Foto machen, wenn man dort ist, man kann was dazu schreiben, mit wem man unterwegs war, was man dort erlebt hat und kann dann hinterher schön darauf zugreifen und hat was Schönes als Erinnerung an diesen Tag."
Je nach bisher gelaufener Strecke bekommt man da auch die Wandernadel in Bronze, Silber oder Gold.
Übrigens, gleich gegenüber findet man die Villa der Erzi-Stones. Aber: Aufpassen, dazu muss man über die Straße laufen!


Erneuerbare Energien sind großes Thema 2022
eingestellt am 13.08.2022 um 17:00 Uhr von SvS unter Wirtschaft, Politik

DRESDEN: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist neben der Sicherstellung der Gasversorgung DAS Thema in 2022. Nur, wie die Kommunen und Bürger mit ins Boot holen und Vorteile aus dem Ausbau nutzen? Wie es gelingen kann, vor Ort Projekte für Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen umzusetzen beschreibt ein neues, das nunmehr 14. »Werkzeug« im Werkzeugkasten für sächsische Kommunen. In dem digitalen 16-Seiter «Finanzielle Beteiligung an Energieprojekten: Wie Bürger und Kommunen am Klimaschutz profitieren können.” werden acht finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt. Verfügbar ist dieser als Download unter www.sachsen-erneuerbar.de. Weitere Beratung und Informationen dazu erhalten Kommunen und Bürger unter sachsen-erneuerbar@saena.de oder unter 0351 4910 3168 bei der Dialog- und Servicestelle für erneuerbare Energien der SAENA.
»Mit unseren digitalen Werkzeugen möchten wir die Kommunen unterstützen, erneuerbare Energien mit bestmöglichen Ergebnissen hinsichtlich finanzieller Teilhabe und Akzeptanz im eigenen Gebiet umzusetzen.« sagt Stefan Thieme-Czach, Seniorberater bei der SAENA. »Interessierte Kommunen können sich bei uns melden und gemeinsam besprechen wir passende Schritte und Möglichkeiten«, so Thieme-Czach weiter.
Je früher im Planungsprozess die Themen gemeinsame Gestaltung und (finanzielle) Teilhabe ins Spiel kommen, umso besser. Denn schon bei der Flächenausweisung kommen die ersten Diskussionen auf. Sowohl die Projektierer als auch die Kommune sollten deshalb frühzeitig darauf hinwirken, dass kooperative Gestaltungs- und Beteiligungsmodelle angeboten werden. Ob daran überhaupt Interesse besteht, kann in einer unkomplizierten Befragung der Bürgerschaft festgestellt werden. Einen Musterfragebogen dazu stellt die SAENA zur Verfügung.
Dass viele Menschen – auch in Sachsen – gleichzeitig grundsätzliche Befürworter der Energiewende, aber Kritiker lokaler Projekte sind, mag auf den ersten Blick verwundern, ist aber bei genauerer Betrachtung durchaus verständlich. Die Positionierung der Bürger vor Ort folgt zumeist aus einer Abwägung von Vor- und Nachteilen. Als Nachteile werden häufig potenzielle Auswirkungen auf den Naturschutz, die Landschaft sowie Tier und Mensch empfunden. Darüber findet oft schon vor dem Genehmigungsverfahren eine öffentliche Debatte statt. Die Vorteile und Beteiligungsmöglichkeiten jedoch sind vielen Menschen gar nicht bekannt und können somit nicht in die Abwägungen einfließen. Insbesondere dann fehlen Erfahrungswerte, wenn in dem eigenen Wohnumfeld bisher noch keine derartigen Projekte umgesetzt wurden.

Deshalb gibt es in dem neuen »Werkzeug« Hinweise zu finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten, wie Verkauf oder Vermietung, Gewerbesteuer-Einnahmen für Kommunen.
Den größten lokalen Wertschöpfungseffekt und die stärkste Verankerung in der lokalen Bevölkerung haben Projekte, die von der Kommune initiiert bzw. unterstützt und von Bürgern finanziell (mit-)getragen werden. In diesem Fall sind auch die Gestaltungsspielräume seitens Kommune und Einwohnerschaft am größten.
Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität und berät seit 2021 in der Dialog- und Servicestelle erneuerbare Energien. Internet: www.sachsen-erneuerbar.de


Erneut Fördermittel für Stollberg
eingestellt am 13.08.2022 um 14:00 Uhr von SvS unter Politik

STOLLBERG: Bei seinem Besuch in Stollberg hat Staatsminister Thomas Schmidt am 11. August 2022 zwei Förderbescheide an den Oberbürgermeister der Stadt, Marcel Schmidt, übergeben. »Stollberg ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Fördermittel, die der Freistaat Sachsen gemeinsam mit EU und Bund bereitstellt, positive Wirkungen entfalten. Die Stadt ist in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich schöner und lebenswerter geworden, das war bei dem Besuch heute sehr eindrucksvoll zu sehen«, so der Minister.
164.000 Euro erhält die Stadt aus dem Programm »Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021 - 2027«. Die Mittel sollen die Stadt dabei unterstützen, mehrere soziale Projekte im Fördergebiet »Innenstadt und Hufeland-Gebiet« bis zum Ende des Jahres 2023 fortzusetzen. Dazu gehören die Arbeit des Quartiermanagements sowie die Projekte »Adventure-Team«, »up-cycling«, »Selbstbewusstsein stärken« und »3D-Druckwerkstatt«. Der Fördersatz beträgt 85 Prozent.
Für die Zeit nach 2023 wird die Stadt Stollberg ein gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GIHK) erstellen, das dann die Grundlage für eine weitere Förderung sein kann.
Einen weiteren Bescheid über 40.000 Euro erhält die Stadt Stollberg als federführende Kommune des »Innenstadtnetzwerks Sachsen« aus dem Programm »Besondere Regionale Initiativen« (FRL RegIn) für das Vorhaben »Innenstädte – lebendig, aktiv und zukunftsorientiert«.
Mit Hilfe der bis Juni 2024 laufenden Förderung soll das Netzwerk ausgebaut sowie inhaltlich und organisatorisch weiterentwickelt werden. Ziel ist es, das Innenstadtnetzwerk Sachsen als wichtigen Ansprechpartner für Kommunen, Interessenvertreter und Unternehmen zu etablieren.
Handlungsfelder des Netzwerks sind Aufbau und Finanzierung von City-Managements, der öffentliche Raum als lebendige Baukultur der sächsischen Innenstädte, die Entwicklung von Ideen und Konzepten gegen gewerblichen Leerstand, die digitale Innenstadt, Mobilität und Erreichbarkeit sowie Wohnen in den Innenstädten.


Zick-Zack-Promenade gesperrt
eingestellt am 13.08.2022 um 11:00 Uhr von SvS unter Sonstiges

ANNABERG-BUCHHOLZ: Ab Montag, dem 15. August, muss die Zick-Zack-Promenade ab der Unteren Badergasse bis Buchholzer Straße für den Bau und die Sanierung von mehreren Stützmauern sowie dem anschließenden Neubau der Treppe und des Weges der Zick-Zack-Promenade voll gesperrt werden.
Es ist geplant, dass der erste Bauabschnitt noch bis Ende dieses Jahres realisiert werden kann, die Vollsperrung jedoch bestehen bleibt und die Maßnahme in 2023 fortgesetzt wird.


Heute helfen wir der Feuerwehr
eingestellt am 13.08.2022 um 10:00 Uhr von SvS unter Kultur

LUGAU: Im Kultur- und Freizeitzentrum Lugau gibt es während der gesamten Sommerferien zahlreiche Spiel- und Bastelangebote sowie Aktionstage. In der vierten Ferienwoche hieß dieser Aktionstag: "Heute helfen wir der Feuerwehr". Dazu hatten sich die Mitarbeiter der Freizeiteinrichtung gemeinsam mit vielen Ehrenamtlern spannende Stationen einfallen lassen. Was muss also ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau alles können?
Sie müssen geschickt sein. Klar. Darum mussten die rund 70 Ferienkinder einen Eimer gefährlicher Kugeln über einen Hindernisparcours tragen. Das war knifflig, weil sich die Kugeln im Eimer auch immer wieder selbständig machten und der Gefahrstoff somit wieder eingesammelt werden musste.
Bevors aber losgeht, muss es die Stange runtergehen. Naja, zumindest ist das bei vielen Berufsfeuerwehren so. Zwei Bänke taten es aber auch und mit Muskelkraft in den Armen waren die Kids eins-zwei-fix drübergerutscht.
Und klar, Schläuche rollen! Das machen die Feuerwehrleute auch. Im Freizeitzentrum durften alle dabei helfen, die Schläuche auch wieder aufzurollen. Schwierig ist das schon. Und schwer auch. Da hatte so mancher seine liebe Mühe.
Ganz wichtig ist natürlich das Wasser. Gleich an zwei Stationen stand das Löschmittel im Fokus. Zuerst mal eine Eimerketten bilden. Was heute die Pumpen und Schläuche der Feuerwehren erfüllen, das war nämlich ganz früher echte Handarbeit. Mit einer Eimerkette wurde Wasser von Hand von Flüssen oder Teichen dorthin getragen, wo es gebrannt hat. Damals ein fast aussichtsloser Kampf gegen die Flammen, heute eine gute Erfrischung bei diesem Wettbewerb. Denn alle Stationen durften genau zehn Minuten besucht werden. Dann wurden die Punkte gezählt. Auch beim Zielspritzen, der zweiten Wasserstation. Die Spritze im Pool mit Wasser gefüllt, ist eine gute Löscheinrichtung – richtig Zielen vorausgesetzt! Und weil´s natürlich nicht richtig brennen durfte, wurde auf Büchsen gezielt. Erste Löscherfolge gab es zwar schnell, aber die letzten Büchsen waren manchmal richtig standhaft. Wie bei der Restablöschung von Glutnestern.
Und dann gings auch noch durch den Kriechtunnel, denn auch die echten Feuerwehrleute müssen sich oft kriechend fortbewegen. Denn unten ist es immer kühler und meistens auch die Sicht im Rauch besser.
Ganz ohne Punkte duften auch Knoten gemacht werden, die auch im echten Einsatz immer ganz wichtig sind. Kreuzknoten, Zimmermannsschlag und Mastwurf gehörten dazu.
Weil so ein Tag aber kein richtiger Tag für die Feuerwehr wäre, wenn nicht ein echtes Löschauto zu Gast wäre, haben einige Feuerwehrleute aus der Stadt Lugau ein Hilfeleistungslöschfahrzeug mitgebracht, das alle auch mal bestaunen und erleben durften.
Der Feuerwehr war an diesem Tag auf jeden Fall geholfen und der Ferientag war richtig erlebnisreich. Und auch in den weiteren Ferienwochen hat das Kultur- und Freizeitzentrum am Fabrikgäßchen eine Menge zu bieten.


Erinnern ans Hochwasser
eingestellt am 12.08.2022 um 17:00 Uhr von SvS unter Medien

BEIERFELD: Heute (12.08.) vor 20 Jahren suchten unermessliche Wassermassen das Erzgebirge heim. Seitdem sprechen wir von einer Jahrhundertflut. Aue versank im Wasser der Mulde, die Würschnitz, die Zwönitz, das Schwarzwasser – alle traten sie weit über die Ufer. Noch heute wird am Schutz vor den Fluten gebaut. In Sachsen sind viele Milliarden Euro in Schutzanlagen und -maßnahmen geflossen.
erzTV erinnert ab heute zu jeder vollen geraden Stunde an diese Zeit vor 20 Jahren – in GUCK NER! UNSER ERZGEBIRGE, dem Sommerprogramm des Regionalprogramms. Außerdem sind, wie immer, die Kurznachrichten aus der Region und ein Beitrag über die Haus-Feldwespe im Programm.


Eisenbahnsommer lädt an die Strecken
eingestellt am 12.08.2022 um 16:00 Uhr von SvS unter Sonstiges

ANNABERG-BUCHHOLZ: Am Wochenende vom 12. bis 14.08.2022 kommen alle Eisenbahnfans und Interessierte beim Eisenbahn-Sommer im Erzgebirge voll auf ihre Kosten. Nicht nur die angekündigten Sommertemperaturen, sondern auch das vielfältige Programm und die Veranstaltungen der DB Erzgebirgsbahn, SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH und der DB Fichtelbergbahn sowie des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) werden die Besucher ins Schwitzen bringen.
So präsentiert der SRCC am 13. und 14. August die Zukunft der Strecke am Bahnhof Annaberg-Buchholz Süd. Dazu können am und im Bahnhof in traditionsreicher Kulisse moderne Projekte und Ideen entdeckt werden.
Das Digitale Stellwerk DSTW, welches 2018 das erste Digitale Stellwerk überhaupt in Europa war, kann sowohl am Samstag und Sonntag jeweils um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 12:00 Uhr und 13:00 Uhr besichtigt werden. Auch der Forschungscontainer von Frauscher Sensortechnik lädt die Besucher ein und macht anschaulich sichtbar, was Glasfasertechnik im Gleisbereich leisten kann. Hier sind Besichtigungen am Samstag und Sonntag ebenfalls jeweils um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 12:00 Uhr und 13:00 Uhr möglich.
Auf den Ausstellungsgleisen warten moderne Schienenfahrzeuge wie der Steuerwagen LISA - Forschungszug Firma Thales sowie Citylink vom Verkehrsverbund Mittelsachsen von 10:00 bis 16:00 Uhr darauf, bestaunt zu werden. Des Weiteren gibt es im Steuerwagen LISA die Möglichkeit, Vorträge zu erleben.
An den Bahnhöfen Cranzahl und Kurort Oberwiesenthal ist an beiden Tagen ein buntes Programm angekündigt. Gefeiert werden 150 Jahre Strecke Annaberg-Buchholz-Vejprty und Vejprty-Chomutov, 125 Jahre Fichtelbergbahn, 25 Jahre Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft, 20 Jahre Erzgebirgsbahn und 20 Jahre Modellbahnland Erzgebirge. Für Programm und Fahrplan wurden Flyer erstellt, die u.a. auf www.erzgebirgsbahn.de/aktuell/events_news abgerufen werden können.


Berufe in Uniform
eingestellt am 12.08.2022 um 15:00 Uhr von SvS unter Sonstiges

ANNABERG-BUCHHOLZ: Landespolizei und Bundeswehr informieren am 16. August im Berufsinformationszentrum Annaberg-Buchholz, Paulus-Jenisius-Straße 43, zu Ausbildungs- , Studien- und Karrieremöglichkeiten in Uniform. Dabei werden Zugangsvoraussetzungen sowie Laufbahnen und Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und zu Auswahlverfahren und Berufswegen informiert.
"Der Polizeiberuf bietet alles – nur keinen Alltag." – heißt es um 15:30 Uhr und "Die Bundeswehr stellt Karrieremöglichkeiten vor." - um 16:30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Aufräumen auf altem Friedhof
eingestellt am 12.08.2022 um 12:40 Uhr von SvS unter Sonstiges

ANNABERG-BUCHHOLZ: Denkt man an den "Alten Friedhof" in Annaberg, so kommen bei den meisten Einwohner gemischte Gefühle auf. Der Stadtpark liegt den Einwohnern am Herzen, umso trauriger ist das Bild, was dieser in den vergangenen Jahren abgibt: Viele der geschichtsträchtigen Gräber und Denkmäler wurden durch Graffiti und Vandalismus geschändet, illegal Müll abgelagert, Sitzgelegenheiten zerstört – die Liste ist noch länger. An einen einstigen Erinnerungs- und Wohlfühlort ist nicht mehr zu denken. Die Stadt hat mit mehreren Einsätzen durch den Betriebshof, aber auch ehrenamtlichen Helfern immer wieder versucht, diese Umstände zu verbessern und das Areal wieder aufzuwerten. Bisher blieb der Erfolg jedoch aus. Erst jüngst wurden wieder Restaurierungen vorgenommen, die bereits einen Tag später zerstört vorgefunden werden mussten. Es ist nach wie vor unerklärlich, was Personen umtreibt, welche fremdes Eigentum zerstören oder schänden müssen. Viele der einstigen Liebhaber und Besucher des Parks bleiben aus diesen Gründen fern.
Das Team des Soziokulturellen Zentrums "Alte Brauerei" e.V. möchte darum gemeinsam mit der Stadt Annaberg-Buchholz das Großprojekt Stadtpark "Alter Friedhof" nochmals angehen. Das erste Vorhaben findet dazu bereits am bevorstehenden Samstag, 13. August, mit der Aufräumaktion "Pretty Park" sowie einem einladenden Rahmenprogramm statt.
Um 15:00 Uhr ist hierzu Treff an der "Alten Brauerei" und die Ausgabe der Gerätschaften und Hilfsmittel für die Aufräumaktion. Bis 16:30 Uhr heißt es dann ran an den Müll und Dreck. Belohnt werden die fleißigen Helfer im Anschluss mit einem Picknick im Grünen, etwas körperlicher Bewegung beim Yoga sowie, wer möchte, bei einer Radtour und einem musikalischen Abschluss mit "morning glory concerts". Wer anschließend noch nichts vorhat, kann gern den Abend noch in der "Alten Brauerei" fortsetzen oder bereits vorher ab 18:00 Uhr im Lokallabor sich am Textildruck versuchen, so Nathalie Senf, Projektleiterin "Orte der Demokratie".
Für das Picknick bitten die Verantwortlichen der "Alten Brauerei" um das Mitbringen von Tellern, Besteck und Bechern. Wer gern etwas zum Picknick beisteuern möchte, kann dies ebenfalls sehr gern tun.
Die Gerätschaften und Hilfsmittel sowie einen Container werden durch den städtischen Betriebshof gestellt. Die Entsorgung und Abholung liegt ebenfalls in städtischer Hand. Gesucht werden noch viele fleißige Helferinnen und Helfer, welche sich am Samstag an der "Pretty Park"-Aktion ab 15:00 Uhr beteiligen.


Vor 20 Jahren kam das Wasser
eingestellt am 12.08.2022 um 12:00 Uhr von SvS unter Sonstiges

DRESDEN: Aktuell hat die Trockenheit Sachsen fest im Griff, es herrscht eine Grundwasserdürre, in vielen Flüssen fließt kaum Wasser, Wälder brennen. Vor 20 Jahren ergab sich ein anderes Bild, als sintflutartige Niederschläge in Sachsen und Tschechien zu einer Flut ungeahnten Ausmaßes führten. Das Landeshochwasserzentrum des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zieht Bilanz zum Jahrestag des Katastrophenhochwassers in Sachsen.
Im August 2002 wurden in Sachsen zuerst die Flüsse aus dem Erzgebirge, die Mulde und die Nebenflüsse der Elbe zu reißenden Strömen, bis schließlich die Elbe das gesamte Elbtal überflutete. Ab dem 12. August hatte es im Erzgebirge 24 Stunden lang ununterbrochen geregnet. An der Station Zinnwald-Georgenfeld fielen in dieser Zeit 312 Liter Regen pro Quadratmeter – der bisher höchste Tagesniederschlag, der je in Deutschland gemessen wurde. Durch die Täler schossen Sturzfluten, die Geröll und Autos mitrissen, Brücken und Häuser zerstörten. Nach den Sturzfluten kamen die Wassermassen der Elbe aus Tschechien nach Sachsen. Am Pegel Schöna, direkt nach der tschechischen Grenze, sorgte die Hochwasserwelle am 16. August für einen Höchststand von 12,04 Metern. In den Morgenstunden des 17. August erreichte die Hochwasserwelle Dresden und ließ den Elbepegel auf 9,40 Meter ansteigen – normal sind circa 1,50 Meter. Die verheerende Hochwasserkatastrophe in Sachsen kostete 21 Menschen das Leben und verursachte Schäden in Höhe von rund 8,6 Milliarden Euro.
Eine der Lehren, die aus der Hochwasserkatastrophe gezogen wurde, war, dass alle Hochwassermeldungen nach dem Single-Voice-Prinzip koordiniert und versandt werden müssen. Als Zentrale für die landesweite Hochwasservorhersage ist noch 2002 das Landeshochwasserzentrum (LHWZ) eingerichtet worden. Dafür wurden die damaligen regionalen Hochwasserzentralen in Dresden, Chemnitz, Bautzen und Leipzig zusammengelegt und arbeiten seitdem unter einem Dach. Das LHWZ informiert als zentrale Stelle im Hochwasserfall direkt alle sächsischen Kommunen, Katastrophenschutzbehörden und Leitstellen. Die Empfänger der Hochwasserwarnungen müssen dem LHWZ innerhalb einer Stunde bestätigen, dass sie die Warnung erhalten haben. Für die Einleitung von Hochwasserabwehrmaßnahmen und die unverzügliche Information der vor Ort Betroffenen ist die jeweilige Gemeinde verantwortlich.
Neben der Einrichtung des LHWZ für ganz Sachsen ist unter anderem das Pegelmessnetz hochwassersicher ausgebaut und in ein landeseigenes Niederschlagsmessnetz investiert worden. Trotz aller Anstrengungen: Einen hundertprozentigen Schutz vor Hochwasser wird es auch in Zukunft nicht geben.
Auf der Webseite des LHWZ finden Sie aktuelle Wasserstände, Vorhersagen, Niederschlagsdaten und Hochwasserwarnungen sowie Informationen dazu, wie Sie sich auf den Hochwasserfall vorbereiten können: www.hochwasserzentrum.sachsen.de
Am Samstag, dem 13. August 2022, lädt das Landeshochwasserzentrum von 13:00 bis 17:00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein: Zur Wetterwarte 3, 01109 Dresden.