Regionale Nachrichten

Regionale Neuigkeiten aus dem Erzgebirge.

ERZ Nachrichten

Sozialer Arbeitsmarkt startet im Erzgebirgskreis
eingestellt am 22.07.2018 um 12:30 Uhr von MT unter Wirtschaft, Politik

DRESDEN/ERZGEBIRGE: Das neu aufgelegte Förderprogramm Sozialer Arbeitsmarkt (SAM) zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen startet ab 1. August 2018 auch im Erzgebirgskreis. Dafür erhält das Jobcenter Erzgebirgskreis eine Zuwendung von rund einer Million Euro für die kommenden vier Jahre.
"Wir wollen die gute Arbeitsmarktentwicklung nutzen, um mehr Langzeitarbeitslose in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen", erklärt Arbeitsminister Martin Dulig. Das Hauptproblem sei häufig, dass die Anforderungsprofile der Betriebe nicht mit der Qualifikation und Eignung der Menschen übereinstimmt, die Arbeit suchen. Je länger der Leistungsbezug andauert, umso stärker verfestige sich die Langzeitarbeitslosigkeit. "Diesen Kreislauf wollen wir durchbrechen", so Dulig weiter. "Wenn eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht unmittelbar realisierbar ist, dann ermöglichen wir soziale Teilhabe mittels öffentlich geförderter Beschäftigung. Unsere Förderrichtlinie Sozialer Arbeitsmarkt ergänzt dafür die Regelinstrumente an den notwendigen Stellen."
Für bis zu 24 Monate erhalten Arbeitgeber einen Zuschuss für ihren zusätzlichen administrativen Aufwand. Die Jobcenter übernehmen den Lohnkostenzuschuss. Für ältere Langzeitarbeitslose ab 58 Jahren ohne echte Chance auf unmittelbare Arbeitsmarktintegration wird gemeinnützige, zusätzliche und wettbewerbsneutrale Beschäftigung gefördert.


43854 Hektar Gesamtwasserfläche
eingestellt am 22.07.2018 um 12:00 Uhr von MT unter Sonstiges

KAMENZ/BOXBERG: "Hätten Sie gewusst, dass es keine natürlichen Seen in Sachsen gibt?", fragt das Statistische Landesamt, um gleich zu beruhigen, dass trotzdem keiner traurig sein muss. Die Möglichkeit ein kühles Bad zu nehmen, bestehe im gesamten Freistaat. Insgesamt verfügt Sachsen über eine Gesamtwasserfläche von 43.854 Hektar.
Leider sind nicht alle Gewässer zum Baden geeignet, denn dazu zählen Fließgewässer, Hafenbecken und stehende Gewässer. Der Bärwalder See (Bild) ist mit einer Fläche von knapp 13 km² der größte Badesee Sachsens. Er befindet sich in der Oberlausitz zwischen den Orten Boxberg, Klitten und Uhyst. Auch der Bärwalder See ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern ein Resultat des Bergbaus. Im Jahr 1970 begann die Erschließung des Tagebaus Bärwalde. Zwischen 1976 und 1992 wurden die Kraftwerke Boxberg und Schwarze Pumpe mit 185 Millionen Tonnen Braunkohle beliefert. Nach der Schließung begann die Sanierung des Tagebaurestlochs. (Bildquelle: KJ-Archiv)


Filzkurse im Schloss
eingestellt am 22.07.2018 um 11:00 Uhr von MT unter Sonstiges

SCHWARZENBERG: Ab Mitte August startet ein neues Angebot der Volkskunstschule des Erzgebirgskreises. In zweiwöchigem Rhythmus können sich dann Anfänger und Fortgeschrittene im Filzen versuchen. Verschiedenste Kreationen sind möglich, da es thematisch keine Vorgaben geben wird. Die erste Einheit findet am 13. August um 18.30 Uhr in den Räumen der Volkskunstschule des Erzgebirgskreises im Schloss Schwarzenberg statt. Anschließend erfolgen neun weitere Lektionen in 14-tägigem Abstand immer montags. Geleitet wird dieser Kurs von Filzgestalterin Sabine Schmidt aus Bermsgrün. Die Kosten betragen 55 Euro pro Teilnehmer zuzüglich Materialkosten.
Weitere Informationen gibt es unter www.volkskunstschule-erz.de. (Bildquelle: Volkskunstschule/Steffi Schneider)


Hazel geht es beim Förster gut
eingestellt am 22.07.2018 um 10:00 Uhr von DiB unter Sonstiges

BERNSBACH: Dieses Eichhörnchen, ja, es ist eins, auch wenn es nicht rot aussieht, weiß vor lauter Langeweile nicht, welchen Unfug es zuerst anstellen soll. Schwer zu glauben, dass es noch vor kurzem mit blutiger Nase halbtot und vereinsamt im Bernsbacher Wald lag. Da ihm die Kraft fehlte den Baum hinauf zu klettern, nahm Maxi Trommer das Jungtier, nach etwas Überlegung, mit nach Hause. Sie päppelte es auf, und taufte es auf "Hazel". Obwohl mittlerweile Himbeeren zu seiner Lieblingsspeise geworden sind, frisst ein Eichhörnchen nicht nur Früchte, sondern auch Nüsse, Kastanien, Samen, Knospen, Blüten oder auch Pilze, ja sogar manchmal tierische Kost. Zum Beispiel Jungvögel.
Um es dem kleinen Kerlchen einfacher zu machen und schlafen zu können, deckt Maxi das Eichhörnchen mit einem Tuch zu. Dann kringelt sich "Hazel" ein und ruht. Wussten Sie übrigens, dass sich Eichhörnchen ähnlich putzen wie Katzen? Wir auch nicht, aber "Hazel" zeigt es uns.
Innerhalb von zwei Tagen hat sich die tiergewordene Haselnuss vom hilflosen Jungtier zu einem durchgeknallten Eichhörnchen entwickelt. Und das klettert eben unter anderem auch mal die Tapete hoch. Nun muss aber die weitere Entwicklung beobachtet werden.
Der Kleine soll nicht für immer bei Maxi bleiben. Es ist geplant, das Tier auch wieder in seine natürliche Umgebung zu entlassen. Allerdings könnte das schwieriger sein als gedacht. Mit nach Hause gegangen ist er freiwillig. Aber will der Kleine auch wieder zurück in den Wald? Maxi sagt dazu: "Heute Morgen bin ich mit ihm ne Runde durch den Wald gelaufen bei uns und musste aber feststellen, dass er einfach lieber auf den Menschen rumsteigt als auf den Pflanzen."
Ausgewildert werden soll er dennoch. Denn, so die Hörnchen-Mama: "Es ist im Endeffekt trotzdem ein Wildtier, was sich in genügend Freiraum und im Wald wohler fühlt als beim Menschen"
Das Eichhörnchen ist sehr zutraulich und rennt Maxi bereits nach wenigen Tagen ständig hinterher. "Hazel" klettert nicht nur auf Dingen im Garten und Säulen rum, sondern eben auch auf Maxis Kopf und den Armen entlang. Er schläft sogar in der Kapuze oder Tasche des Pullovers. Scheinbar fühlt er sich in Menschennähe sehr wohl. Das Jungtier tobt sich lieber im Garten aus als zurück in den Wald zu gehen.
Um einen kleinen Einblick in die Eichhörnchenwelt zu geben, sei noch ergänzt: Es gibt sie in verschiedenen Farbvarianten. So kann ihr Fell von rot über braun bis hin zu schwarz sein. Der Bauch aber hat eine weiße oder cremefarbene Färbung. Verwechselt werden die "schwarzen" Eichhörnchen oft mit den viel robusteren amerikanischen Grauhörnchen. Erkennen kann man ein einheimisches dunkles Hörnchen an den sogenannten Pinseln an den Ohren. Auch der Schwanz, die Farbgebung, sowie der Körperbau ist anders. In Wahrheit sind also schwarze Eichhörnchen ebenso heimisch wie rote oder braune. "Hazel" ist demnach ein einheimisches Eichhörnchen, was Hilfe benötigte.
Nach unseren Dreharbeiten gab es eine Entscheidung, mit der wir so schnell nicht gerechnet hätten. Maxi hat hin und her überlegt. Vor allem, um dem Tier nicht zu schaden, hat sie "Hazel" beim Förster abgegeben. Der züchtet selbst unter anderem Eichhörnchen. Das Jungtier hatte sich schon zu sehr an Maxi gewöhnt, und forderte mehr und mehr Aufmerksamkeit. Das ging zu weit. Andererseits aber wollte sie, dass es dem Kleinen gut geht und er vernünftig wieder ausgewildert werden kann. Respekt vor dieser Entscheidung und für "Hazel" alles Gute.


Veilchen-Biker-Tour nach Berlin
eingestellt am 22.07.2018 um 08:00 Uhr von MT unter Sport

AUE: Im Motorrad-Konvoi zu einem Auswärtsspiel des FC Erzgebirge Aue fahren – das gab es schon vier mal. Aufgrund der guten Erfahrungen ist gleich zum Saisonauftakt die 5. Veilchen-Biker-Tour zum Spiel bei Union Berlin geplant. Treff ist am 5. August, 8:30 Uhr in Aue auf dem Stadionvorplatz. In bekannter Art und Weise geht‘s dann zu den "Eisernen Freunden" in die Hauptstadt.
Die Organisatoren Uwe Stübner und Michael Rüdiger bitten alle Interessierten, sich bis zum 30. Juli unter der Mail-Adresse: bikertour@fc-erzgebirge.de mit Namen, Adresse und Anzahl der Teilnehmer sowie Handy-Nummer anzumelden. Die Karten fürs Spiel sollte sich jeder selbst versorgen. (Bildquelle: Veranstalter)


Vollsperrung auf der S 216
eingestellt am 22.07.2018 um 07:00 Uhr von MT unter Sonstiges

ROTHENTHAL: Vom 23. Juli, gegen 6 Uhr, bis zum 11. August, gegen 18 Uhr, wird die Staatsstraße 216 zwischen Ortsausgang Rothenthal und Ortseingang Rübenau wegen Baumfäll- und pflegearbeiten im Auftrag des Sachsenforstes voll gesperrt.
Die Umleitung erfolgt über die S 216 Rothenthal – Olbernhau – B 171 Ansprung – S 217 – Rübenau und zurück. Hinweise für den ÖPNV sind an den Haltestellen zu entnehmen.


Vollsperrung in Gornsdorf
eingestellt am 22.07.2018 um 06:00 Uhr von MT unter Sonstiges

GORNSDORF: In Gornsdorf steht eine länger dauernde Vollsperrung auf der Hauptstraße an. Vom 23. Juli bis zum 9. November wird die S 259 im Bereich Brücke Oststraße aufgrund von Brückenbauarbeiten voll gesperrt. Eine Umleitung wird ausgewiesen.


erzTV WOCHE zeigt heiße Woche
eingestellt am 21.07.2018 um 17:00 Uhr von KJ unter Medien, Sonstiges

GRÜNHAIN-BEIERFELD: Am Ende einer heißen Juli-Woche fasst erzTV WOCHE wieder die Ereignisse der letzten Tage zusammen. Großen Raum nimmt dabei das Auer Stadtfest ein. Außerdem hält erzTV über das aktuelle Baugeschehen im Erzgebirgskreis auf dem Laufenden. Moderiert wird die Sendung von Sven Schimmel.
Die Sendung ist von Samstag ab 20 Uhr bis Montag, 18 Uhr zu jeder vollen geraden Stunde zu sehen.

Bild: Hinter dem Schwibbogen am Besucherbergwerk "Markus Semmler" in Bad Schlema wird am Kurpark ein Spielplatz gebaut. (Bildquelle: Uwe Zenker)


"Bau-Chronik" über Erzgebirgsstadion
eingestellt am 21.07.2018 um 16:00 Uhr von MT unter Sport, Sonstiges

AUE/ANNABERG-BUCHHOLZ: Der Erzgebirgskreis ist der einzige Landkreis in Deutschland, der Eigentümer eines Stadions ist, in dem Zweitliga-Fußball gespielt wird. Das Erzgebirgsstadion ist als Spielstätte des FC Erzgebirge Aue weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Zwischen 2015 und 2018 wurde es bei laufendem Spielbetrieb komplett umgebaut. Der Erzgebirgskreis investierte 19,86 Millionen Euro – ohne den Einsatz von Fördermitteln. Entstanden ist ein neues, modernes Fußballstadion, welches die Bedingungen für den Profifußball schafft und für die Zukunft sichert.
Die Veilchen-Fans verfolgten während der gesamten Bauzeit aufmerksam die Entwicklungen auf der Stadionbaustelle. Der Erzgebirgskreis als Bauherr dokumentiert den Stadionbau mit seinen drei Bauphasen in einer "Bau-Chronik". Auf 48 Seiten werden eindrucksvolle Fotos gezeigt und interessante Fakten zum Stadionbau zusammengefasst. Zum Preis von 3,00 Euro gibt es die "Bau-Chronik" am 28. Juli 2018 im Erzgebirgsstadion zum "Tag der offenen Tür" im offiziellen FanShop hinter der Haupttribüne und am 29. Juli 2018 zum Eröffnungsspiel gegen den FC Schalke 04 im offiziellen FanShop sowie im Fanmobil hinter der Südtribüne zu kaufen. Eine Zusammenfassung vom Baugeschehen liefert auch ein sechsminütiger Stadionfilm, der im Auftrag des Landkreises produziert wurde.
Landrat Frank Vogel: "Damit wollen wir das, was in den letzten zwei Jahren entstanden ist, noch einmal Revue passieren lassen. Die Bau-Chronik wird es im Fanshop geben und der Film wird zum Spiel gegen Schalke gezeigt. Dann ist alles ‚rund‘ und wir haben ein Stadion, um das uns manch Zweitligist beneidet. Das Spiel gegen den FC Schalke 04 und damit auch das Wiedersehen mit Domenico Tedesco ist sicherlich der Höhepunkt in der Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison."


Saatkugeln gegen Bienenhunger
eingestellt am 21.07.2018 um 15:00 Uhr von GN unter Sonstiges

SCHNEEBERG: Wiesen sind wahre Naturschätze. Es sind einzigartige Rückzugsgebiete für eine Vielzahl von Insekten, deren Zahl immer weiter sinkt. Hier wird nicht gedüngt und auch nicht mehrfach im Jahr gemäht. Und auch der Einsatz von Pestiziden ist strengstens untersagt. Hier sollen unterschiedlichste Pflanzen und Gräser im Jahresverlauf noch voll ausreifen und ihren Samen für das kommende Jahr abwerfen können.
"Botanische Vielfalt", diesen Begriff gibt es in unserer aufgeräumten und oftmals totgespritzten Agrarlandschaft schon lange nicht mehr. Hier prägen seit Jahren oder Jahrzehnten Monokulturen das Landschaftsbild. Und was im Großen Gang und Gäbe ist, setzt sich auch im Kleinen fort. Auch ein perfekt gepflegter Garten mit Golfrasen ist ein toter Garten. Kaum ein Insekt wird sich dahin verirren. Es gibt einfach keine Nahrungsgrundlage mehr.
Seit über 40 Jahren bringt das Bundesamt für Naturschutz die bundesweiten roten Listen der gefährdeten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland heraus und macht so auf den Artenrückgang aufmerksam. Für das Insektensterben gibt es heute sogar den Sammelbegriff des "Bienensterbens". Einer Studie des entomologischen Vereins Krefeld, der "Hellmann Studie", zur Folge, ist die Biomasse der fliegenden Insekten in den vergangenen 27 Jahren, also von 1989 bis 2016 insgesamt um 75% zurückgegangen. Auch weitere nationale und internationale Studien belegen den drastischen Rückgang von Insekten.
Das hat in der Folge auch gravierende Auswirkungen auf die Tiere, die von Insekten leben. Frösche, Fische, Eidechsen und, natürlich, die Vögel, um die wichtigsten zu nennen. Grund genug, zu Handeln. Das dachten sich auch die Mitarbeiter des Toom Marktes in Schneeberg und starteten ihre Aktion "Saatkugeln selbstgemacht". Mit diesen selbstgemachten Saatkugeln kommt wieder etwas Blühendes in den Garten, was den Insekten als Nahrungsgrundlage dienen kann. Und auch die Mischungen sind so unterschiedlich wie die Insekten selbst. Es sind nicht immer die prachtvollen und gefüllten Blüten, die den Gärtner mit Stolz erfüllen. Es ist meist die einfache und schlichte Blüte, die von Insekten bevorzugt wird. Man sollte sich als Gärtner oder Verbraucher auch einmal fragen, woher die leckeren Früchte im Garten oder im Handel kommen.
Blüten von Blütenpflanzen müssen bestäubt werden, um Samen oder Früchte auszubilden. Die älteste Bestäubungsart ist die Windbestäubung. 8,3% aller Pflanzenarten pflanzen sich so fort. Insektenbestäubt sind 90% der 250.000 Pflanzenarten. Bienen bestäuben Blütenpflanzen zu 16,6%.
In Deutschland sind drei Viertel der blühenden Pflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, vier von fünf davon werden von Honigbienen bestäubt.
Für den Menschen leisten Insekten einen enormen Dienst, auch wenn wir das nicht immer zu schätzen und zu würdigen wissen.
Auf Obst zum Beispiel möchte heute keiner mehr verzichten. Daher muss in der Menschheit schnellstmöglich ein Umdenken einsetzen. Lassen wir doch einmal ein vermeintliches Unkraut im Garten stehen. Oder bieten wir ein bunt blühendes Beet als Nahrung an. Die Insekten werden dankbar sein. Und was im Kleinen beginnt, könnte schon bald zum Vorbild der Landwirtschaft wachsen.
Fazit: Jeder kann heute seinen eigenen Beitrag dazu leisten, das Insektensterben aufzuhalten. Das ist nämlich gar nicht so schwierig. Schon viele kleine Dinge können in Summe viel bewirken.